Hitzewochen 2018 – Hitzeplan für Dresdens Altstadt mit mehr Trinkwasserbrunnen und Schattenplätzen

Seit Wochen hat der Hochsommer und sogar Hitze über 35 Grad Celsius die ganze Stadt fest im Griff.

Um den Innenstadt-Bereich für solche Hitzewochen fit zu machen, hat die Altstädter FDP einen Hitzeplan aufgestellt.

Dazu erklärt Robert Malorny (Ortsvorsitzender FDP Dresden Altstadt):
„Die Stadt-Reparatur der Innenstadt ist auf einem sehr guten Weg, in wenigen Jahren werden fast alle Kriegslücken geschlossen sein und die Altstadt zwischen Hauptbahnhof und Elbe sowie Großem Garten und der Friedrichstadt hat wieder durchgehend belebte Wohnviertel, Straßen, Gassen und Plätze. Die Einwohnerzahl wird weiter steigen. Durch die vielen Gäste und Touristen wird das Leben noch quirliger. Besonders im Hochsommer, wie aktuell der Fall, wird es besonders warm im Innenstadtgebiet und das muss die Stadt bei der weiteren Ausgestaltung der Straßen, Wege und Plätze beachten.

Wir wollen daher in den kommenden Jahren folgende Vorschläge einbringen:

1. Aufstellen von Bänken und Sitzgelegenheiten an Schattenplätzen: Es braucht mehr öffentliche Sitzflächen durch Bänke. Bei Hitze sind Ruhepausen im Schatten besonders wichtig. Touristen, ältere Bürger haben somit mehr Ruhestationen.

2. Aufstellen von Pflanzkübeln – Gießpatenschaften: Pflanzen können das Klima und die Luft auch in kleineren Stadträumen deutlich verbessern. Zukünftig sollen mehr städtische Pflanzkübel aufgestellt werden, insbesondere dort, wo keine Grünflächen und Baumpflanzungen möglich sind. Im Umfeld der Pflanzungen können mit Händlern und Ladenbesitzern, oder Anwohnern und Bürobetreibern Gießpatenschaften entwickelt werden.

3. Trinkwasserbrunnen: Aktuell gibt es nur 2 öffentliche Trinkwasserbrunnen auf der Schlossstraße und am Postplatz, das müssen mehr werden. Auf der Prager Straße, am Neumarkt, am Pirnaischen Platz wären weitere sinnvolle Standorte.

4. Brunnenanlagen: Erneut sind auch in diesem Jahr wieder einige Brunnen in der Altstadt nicht aktiv. So sind auf dem Altmarkt ein weiteres Jahr in Folge nicht alle Brunnen, der riesigen erst vor einigen Jahren gebauten Wasserflächen, in Betrieb. Hier muss zügig repariert werden.

5. Freiflächengestaltung: Bei allen zukünftigen Freiflächengestaltungen im Innenstadtbereich sollen Brunnen und/oder Wasserflächen integriert werden.

6. Petersburger Straße wird zur Petersburger Allee: Die Baumreihen an der St. Petersburger Straße sind große Schattenspender. An den Fußgängerüberwegen am Rathenauplatz, am Pirnaischen Platz und am Rathausplatz zur Lingnerallee können Bänke im Schatten aufgestellt werden, um Sitzplätze im Schatten zu schaffen. Desweiteren könnten schmale, einfache Fußwege unter den Baumreihen schattige Laufwege entlang der St. Petersburger Straße schaffen.

7. Terrassen-Ufer umgestalten: Prüfung von Baumpflanzungen oder Anlegen von Pflanz-/Grünflächen zwischen den Anlegern der Dampschifffahrt

8. Umgestaltung des Postplatzes: Die Umgestaltung des Postplatzes steht in den nächsten Jahren an. Die Interims-Beete werden dann ausgetauscht. Bei einer Neuplanung fordern wir nicht nur Beete mit Gräsern und Büschen sondern auch die Pflanzung von Bäumen auf dem Postplatz.

9. Baumpflanzungen Wilsdruffer Straße: Beide Seiten der Wilsdruffer Straße sind an vielen Stellen bereits mit Bäumen bepflanzt. Hier haben sich an manchen Stellen richtige Oasen entwickelt. Wir schlagen eine durchgehende Bepflanzung vom Postplatz bis zum Pirnaischen Platz entlang der Wilsdruffer Straße vor. Somit kann hier eine schattige Flaniermeile entstehen.

10. Lockerung von Vorgaben für Pflanzkübel von Gastronomien: Die Freisitze der zahlreichen innerstädtischen Gastronomien sind Ruhepunkt und Hingucker in einem lebendigen Stadtbild. Es muss den Gastronomen möglich sein, große Pflanzkübel als Gestaltung ihrer Freiflächen aufzustellen. Die Stadt kann hierbei proaktiv das Gespräch mit den Gastronomen suchen, auf diese zugehen, und individuelle Lösungen zulassen. “