Mobilitätswoche 2018 – Von Straßen-Sperrungen bis Mini-Mobilitätspunkten

Die Freien Demokraten Altstadt fordern mehr Vernunft und mehr Innovation bei der Verkehrsplanung

(Dresden, 21. September 2018) Am heutigen Freitag weihte die DVB AG gemeinsam mit der Landeshauptstadt Dresden den ersten Mobilitätspunkt von insgesamt zukünftig 76 am Pirnaischen Platz ein. Im Rahmen der Mobilitätswoche findet zudem am morgigen 22. September 2018 ein autofreier Tag am Dr.-Külz-Ring statt. Dabei wird der Dr.-Külz-Ring zwischen Georgsplatz und Dippoldiswalder Platz den ganzen Tag gesperrt.

Der Ortsvorsitzende der FDP Dresden Altstadt Robert Malorny hinterfragt die aktuellen Aktionen:“Die Ansätze der aktuellen Verkehrsplanung der Landeshauptstadt Dresden insbesondere rund um das Thema Multi-Mobilität sind interessant und zeigen, dass die Stadtverwaltung die Zeichen der Zeit erkannt hat.

Das Ausgrenzen ganzer Gruppen von Verkehrsteilnehmern, wie es am morgigen Sonnabend am Külz-Ring passiert, ist jedoch falsch und erzeugt völlig unvernünftige Signale. Eine so wichtige Durchgangs- und Zuführungsstraße für die Dresdner Altstadt an einem Sonnabend zu sperren, kann kein Beispiel für sinnvolle und zukunftsgewandte Verkehrspolitik sein. Dies lässt sich vielen Bürgerinnen und Bürgern, den Händlern und Gewerbetreibenden und den vielen Besuchern der Stadt nicht nachvollziehbar erklären. Autofrei-Aktionen würden sich beispielsweise viel besser im Umfeld Kreuzstraße, Schulgasse und Seestraße anbieten. Wenn wir über die urbane Zukunft der Mobilität und Verkehrsplanung in einer wachsenden Großstadt sprechen, müssen immer die Gleichberechtigung der Verkehrsteilnehmer und die Vernunft im Vordergrund stehen. Eine „Autofrei-Aktion“ am Külz-Ring ist unvernünftig.

Die Zukunftskonzepte der Mobilität verweisen auf die vielfältige Nutzung von Verkehrsträgern. Die Mobilitätspunkte sind dabei ein wichtiger Schritt. Wir fordern die Stadtverwaltung auf, hierbei aber mehr Mut zu großen Innovationen zu zeigen. Zusätzlich zu den kleinen Mobilitätspunkten mit nur wenigen Ladesäulen, Sharing-Angeboten und Abstellmöglichkeiten für Autos und Fahrräder sollten vier bis fünf große Mobilitäts-Zentren geplant und in die Mobilitäts-Konzepte integriert werden. Damit können große zentrale Knotenpunkte im ganzen Stadtgebiet entstehen, die die Kapazität vorhalten, die einer wachsender Stadt gerecht werden. Hierzu weisen wir gern auf unsere Idee eines großen Mobilitätszentrums am Standort Reitbahnstraße hin: https://fdp-dresden.de/2016/06/05/mobilitaetszentrum-fuer-die-reitbahnstrasse/ „